Mittwoch, 23. März 2011

Der Engelmythos

Engel sind fest in unserem Volksglauben und in den monotheistischen Religionen verankert. Die meisten Menschen kennen wohl die Darstellungen von Engeln auf Wandmalereien, Kirchenfenstern, Kreuze mit Engeln, Engel als Figuren und Kettenanhänger.

Was bedeutet das Wort Engel und aus welcher Tradition stammen sie?

Das Wort Engel stammt aus dem Altgriechischen von „angelus“ und bedeutet übersetzt „Bote“ oder „Gesandter“. Engel sind Geistwesen, das heißt sie bestehen nicht aus Fleisch und Blut wie wir Menschen, sondern aus Bewusstsein. Dementsprechend sind sie auch unsichtbar beziehungsweise durchscheinend. Laut den Lehren verschiedener Religionen wie dem Katholizismus, dem Judentum und dem Islam wurden die Engel von Gott geschaffen und stehen diesem unter. Diese Charakterisierung von Engeln stammen aus religiösen Schriften wie dem Tanach – die Heilige Schrift des Judentums -, dem Alten und Neuen Testament – den christlichen Schriften – und dem Koran – der Heiligen Schrift des Islam. Neben diesen religiösen Quellen für Engelsbeschreibungen gibt es auch Sagen und Märchen, Heiligenlegenden und Wundergeschichten. Diese stammen aus dem volkstümlichen Erzählgut. Auch in den Mythographien Babyloniens, die aus Vorderasien stammen und eine Sammlung von Mythen aus der babylonischen Religion darstellt, sind Engel häufig vertretene Gestalten. Weiterhin tauchen sie im Zoroasthrismus auf. Dabei handelt es sich um eine Religion, die zwischen 600 und 1800 vor Christus im iranischen Hochland existierte. Selbst in polytheistischen Religionen – also Religionen, in denen an mehr als einen Gott geglaubt wird – besitzen Geistwesen, deren Namen oftmals mit Engel übersetzt wird. So zum Beispiel Deva, eine indische Halbgöttin. Anhand alle dieser Ursprünge zeigt sich schon, dass Menschen seit geraumer Zeit an Engel glauben und diese in den Religionen als auch im völkischen Glauben fest verankert sind.

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